Hausbrände – jedes Jahr werden hunderte Menschen im Schlaf vom Feuer überrascht. Oft gibt es kein Entkommen mehr, dabei könnten Rauchmelder effektiv vor solchen Situationen schützen. Die kleinen Lebensretter gibt es in mehreren Varianten und Ausführungen und sind oftmals gar nicht so teuer. Von teuer kann sowieso nicht gesprochen werden, wenn man bedenkt, was ein Haus- oder Wohnungsbrand für Schaden hinterlässt.

Rauchmelder gibt es bereits ab 5,- € pro Stück, allerdings wird von der Stiftung Wahrentest der Kauf von etwas höher wertigen Geräten, ab ca. 20,- € pro Stück, empfohlen. Diese Feuermelder sind mit Batterien ausgestattet, welche gewechselt werden muss. Sobald die Batterie zu schwach ist, ertönt ein Piepsignal, wie bei einem Feueralarm. Wem der Batteriewechsel zu umständlich und unsicher ist, für den bieten sich Brandmelder mit Langzeitbatterie an. Diese haben eine durchschnittliche Lebensdauer von 10 Jahren, nach Ablauf muss allerdings das komplette Gerät ausgetauscht werden, ein Batteriewechsel ist hier nicht möglich.

Beim Kauf eines Rauchmelders sollte jeder auf das Gütesiegel, ein großes Q achten. Nur Geräte mit diesem Prüfsiegel erfüllen besonders hohe und strenge Anforderungen.

Ab dem 01.01.2018 sind die kleinen Lebensretter in allen Wohnungen und Wohnhäusern gesetzlich vorgeschrieben. Viele Haushalte haben seit Jahren nachgerüstet, doch nun sollte es Jeder tun. Für Mietobjekte gilt, der Eigentümer muss hier die Rauchmelder installieren oder von einem Fachmann installieren lassen. Der Mieter wiederum hat die Aufgabe, die Feuermelder auf ihre Funktionsbereitschaft zu überprüfen. Auch wenn es immer wieder Gerüchte gibt, offizielle Behörden und Rauchmelder Prüfer gibt es keine in Deutschland. Lasst auf keinen Fall Personen, die sich als solche ausgeben in Eure Häuser oder Wohnungen, denn dies sind auf jeden Fall Betrüger. Selbst sollte jeder mindestens einmal im halben Jahr einen Rauchmelder Check durchführen. Im Fall der Fälle könnten Versicherungen sich nämlich weigern, den Brandschaden zu zahlen, wenn sich heraus stellt, dass der kleine Lebensretter defekt war oder es überhaupt keinen gab.

Laut bayrischer Bauverordnung muss in jedem Schlaf- und Kinderzimmer je ein Rauchmelder installiert sein. Zusätzlich benötigt man noch ein Gerät pro Flur, welcher zu einem Aufenthaltsraum führt. Noch ist ein wenig Zeit, doch bis zum 31.12.2017  müssen Rauchwarnmelder auch bei allen Bestandsbauten nachgerüstet sein. Ob hier hierbei zu einem günstigen Rauchmelder, einem Mini Rauchmelder oder einem Funk- oder WLAN fähigem Gerät oder gar einer vernetzten Brandmeldeanlage greift, ist Eurem Budget, Wohngegebenheiten und individuellem Empfinden überlassen.

Ich hoffe, dass wir niemals einen Rauchwarnmelder im Einsatz erleben müssen, doch wenn, ist jeder mit so einem „Lebensretter“ ein wenig mehr abgesichert.

 

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