Heute wurde in vielen Orten Bayerns der Maibaum auf dem Dorfplatz aufgestellt. Dies ist immer eine sehr feierliche Veranstaltung mit viel Musik, Zuschauern und Spaß. In unserem Ort führen dann die Kindergartenkinder noch einen „Tanz um den Maibaum“ vor, welcher immer mit sehr viel Freude und von stolzen Eltern, Großeltern und Freunden begleitet wird. Bevor jedoch der Maibaum auf dem Dorfplatz/Marktplatz ankommt, gibt es eine Prozession durch den Ort, angeführt von einer Blaskapelle, gefolgt von einem Traktor mit Anhänger auf welchem sich der Maibaum befindet. Den Abschluss bilden die Kinder und andere lauffreudige Bewohner des Ortes, welche dann nach dem Maibaum auf dem Platz eintreffen.

Doch was sind eigentlich Maibäume? Bei Wikipedia finden Sie diese Erklärung:

“ Bei Maibäumen handelt es sich um meist große, hochstämmige, verzierte Bäume, die an zentralem Platz im Ort bei einer festlichen Veranstaltung aufgerichtet werden. Je nach Region – und sogar je nach Ort – kann die Gestaltung der Maibäume sehr unterschiedlich aussehen.

Entweder wird der Maibaum jedes Jahr neu gefällt, oder es wird über mehrere Jahre derselbe Stamm verwendet, dem eine neue Krone aufgesetzt wird. In Ostfriesland zum Beispiel wird der Stamm unter Wasser gelagert und jedes Jahr zum Mai wieder hervorgeholt. Meist werden die Stämme geschält und mit bunten Girlanden, Tannengrün oder Krepp-Papier geschmückt. Andernorts sind sie ohne Verzierung oder werden im Naturzustand mit Rinde belassen. Am oberen Ende wird der Baum meistens von einem Kranz und der grünen Baumspitze gekrönt.

Ein – nach bayrischen Traditionen – „richtig“ geschnürter (bemalter) Stamm hat in Bayern die Spirale von unten links nach oben rechts gedreht. Als Vorlage dienen dabei die bayerischen Rauten, die den weiß-blauen Himmel darstellen. In Franken sieht man die Bäume dagegen in weiß-rotem Streifendesign.

Im Rheinland wird als Maibaum oft eine Birke geschlagen, oder eine kleine Birke einem hohen entasteten Nadelbaumstamm aufgesetzt, während z.B. in Bayern meistens ein Nadelbaum gewählt wird.

Während z.B. im Rheinland, die jährlich neu gefällten Bäume zwischen 20 und 25 m hoch sind und mehrjährig zum Aufstellen verwendete Bäume bis 40 m hoch sein können, werden bei den ganzjährig fest installierten Bäumen Rekordhöhen bis 56 m erreicht.“

Am Abend gibt es mehrere Tanzveranstaltungen zum „Tanz in den Mai“, diese werden von „Jung und Alt“ gleichermaßen gern und gut besucht.

Um die Maibaumaufstellung zu verhindern, oder sich gegenseitig zu ärgern ist es in einigen Ortschaften auch üblich, den Maibaum zu stehlen. Der Maibaum wird in der Nacht vor dem Aufstellen von jungen Männern des Ortes bewacht und soll so vor Dieben beschützt werden. Während des Versuches den Baum zu stehlen, kann dies nur verhindert werden, wenn ein Dorfbewohner seine Hand auf den Baum legt und den Satz: „Der Baum bleibt da“ ausspricht. So ist der Maibaum geschützt und darf von den Maibaumdieben nicht mehr entwendet werden. Dieser Baum, muss laut bayrischer Verordnung bereits gefällt sein und darf sich nicht mehr im Wald befinden, da dies sonst Holzdiebstahl wäre. Diese Verordnung stammt noch aus der Zeit, als der Maibaum nach alter Tradition ausschließlich in der Walpurgisnacht gefällt werden durfte. Da dies heutzutage unüblich ist, bleibt den „Dieben“ genügend Zeit für Ihre „Tat“ und den Bestohlenen genügend Zeit für die Auslöse des Baumes und den Rücktransport des guten Stückes.

Das Auslösen des Baumes ist laut Wikipedia üblich und geht wie folgt vor sich:

„Üblich ist das Auslösen gestohlener Bäume. Dazu begibt sich eine Abordnung der Bestohlenen zu den Dieben und handelt den Preis aus, der üblicherweise in Naturalien (Getränke und Essen) zu entrichten ist. Nach erfolgreichen Rückgabeverhandlungen wird der gestohlene Baum, oft in einer feierlichen Prozession mit Blasmusikbegleitung, von den Dieben zu seinen rechtmäßigen Eigentümern zurückgebracht. Scheitern die Verhandlungen dagegen und wird der Maibaum nicht ausgelöst, stellen ihn in Bayern die neuen „Besitzer“ als Schandmal für das Nachbardorf/den Nachbarstadtteil und als zusätzlichen Segensbringer für ihren eigenen Ort auf. Nach einigen Wochen wird die Beute dann zersägt und versteigert. Oft wird an diesem „Schandbaum“ dann eine Tafel befestigt, auf der die Maibaumdiebe ihre Enttäuschung durch Spottverse zum Ausdruck bringen.“

 

Dann bleibt mir nur noch Ihnen allen einen schönen „Tanz in den Mai“ und noch einen schöner „Wonnemonat“ Mai zu wünschen. Ich verabschiede mich mit einem Song und Video zum Tanz in den Mai bzw. zum Maibaumklau.