Früher oder später stellt sich wohl in jeder Familie die Frage „Haustier ja oder nein?“ Und wenn ein Ja, welches Tier passt dann zu meinem Kind bzw. in unsere Familie?
Kinder, welche mit einem Haustier aufwachsen sind psychisch stabiler als solche, die ohne einen „besten Freund mit Fell“ aufwachsen, dies ist zumindest wissenschaftlich erwiesen.
Also könnte man es auch so ausdrücken, Sie machen mit der Wunscherfüllung nicht nur Ihr Kind glücklich, sondern Sie leisten einen wichtigen Beitrag zu seiner emotionalen Entwicklung.

Doch was macht ein Haustier so wertvoll für unsere Kinder??

Viele Kinder wünschen sich gerade jetzt ein Haustier und wenn man sich mal so ein bisschen umschaut ist dies auch nicht verwunderlich. Unsere Gesellschaft ist meiner Meinung nach ziemlich hektisch, alles muss schnell gehen, jeder muss oder will perfekt sein und viele wichtige Kleinigkeiten wie Zeit für eine Umarmung, Trost beim Streit mit dem besten Freund oder auch bei Schwierigkeiten in der Schule oder den Hausaufgaben haben einfach keinen oder viel zu wenig Platz in unserem Alltag. Wen wundert es da, wenn sich die lieben Kleinen einen neuen, besten Freund in Form eines Tieres wünschen, welcher immer da ist, geduldig zuhört und dem es auch absolut egal ist, ob das Kind nun eine Zahnspange trägt, rote, blonde oder braune Haare hat, Sommersprossen sein Gesicht zieren oder ob Über- oder untergewichtig ist. Dem Tier ist es auch egal, ob die letzte Mathearbeit gut oder schlecht lief, oder ob das Kind angesagte Markenklamotten trägt, für so ein Tier zählt in meinen Augen nur ein liebevoller und sorgsamer Umgang mit ihm, artgerechte Haltung, ausreichend und gutes Futter und Zeit und Respekt im Umgang mit ihm.

Auch meine Kinder wollen in regelmäßigen Abständen z.B. einen Hund, doch diesen Wunsch kann ich ihnen leider nicht ermöglichen, da bei uns viel zu wenig Platz und Zeit für so ein Tier ist. Es reicht ja nicht nur den Hund 1x am Tag raus zu lassen, sondern man sollte auch großzügige Spaziergänge einplanen und ausreichende Spielzeiten. Zum spielen und toben ist ein Hund natürlich ideal und wenn ich mich mal so im Hundeland umschaue bekomme sogar ich Lust mit einem Hund raus zugehen um zu trainieren, toben und Spaß zu haben.

Leider funktioniert dies, wie gesagt bei uns aufgrund verschiedener Lebensumstände nicht und daher haben wir uns für Zwergkaninchen entschieden. Lange Zeit hatten wir nur eines, was wir damals von einem Kind übernahmen, welches leider allergisch reagierte. Dazu gesellten sich dann 2 ältere Meerschweinchen, welche aus demselben Grund ein neues zu Hause benötigten. Nachdem die beiden Meeris dann irgendwann verstorben waren, suchten wir nach einem 2. Zwerghäschen und kauften unseren Hoppel. Hoppel war nicht lang allein, denn eine Freundin hatte Zwergkaninchennachwuchs abzugeben und wir bekamen Streifchen (wir wussten damals nicht ob Männchen oder Weibchen) dazu. Die Geschlechterfrage erübrigte sich nach ca. 3 Monaten, als unser ältester Sohn ganz aufgeregt ankam und meinte: „Mama, ich glaube wir haben Babys!“. Er hatte Recht, es waren 5 kleine Zwerghäschen im Nest zu finden. 4 davon gaben wir in gute Hände ab, den schwächsten haben wir behalten. Darüber sind wir heute richtig froh, denn die 3 gemeinsam zu beobachten ist einfach schön. Sie buddeln gemeinsam unseren Garten um (einer steht immer Wache und warnt, wenn wir kommen  ), putzen sich und unterhalten sich richtig. Ebenso wie es in einer Familie sein sollte. Unseren Kindern tut dies auch sehr gut, denn die 3 kuscheln sehr gern, zeigen aber auch, wenn es ihnen zu viel ist oder wenn sie sich vernachlässigt fühlen.

Letztendlich ist es auch immer eine Entscheidung der persönlichen Lebensumstände und Wohnsituation, welches Tier man sich anschaffen möchte oder auch kann. Viele Vermieter erlauben keine Haustiere oder Hundehaltung, was ich persönlich sehr, sehr traurig finde.