Heute Morgen, ich hörte wie immer meinen Lieblingsradiosender „Antenne Bayern“, dachte ich zuerst ich habe mich verhört. Da berichtet Indra doch tatsächlich vom guten, alten Brauch der Weihnachtsgurke. Bisher habe ich davon noch nichts gehört und dachte sofort, da muss ich mich genauer informieren. Zum Ersten, es ist kein Scherz, die Weihnachtsgurke gibt es wirklich. Eine Weihnachtsgurke ist nicht essbar, sondern ein Schmuckstück für den Weihnachtsbaum. Sie ist aus Glas, ist einer Gewürzgurke nachgebildet, sogar die typischen Pickel sind darauf zu finden.

Vermutlich erfand Ein armer Glasbläser aus Lauscha (Thüringen), der seinen Weihnachtsbaum nicht mit echten Äpfeln und Nüssen schmücken konnte, erfand vermutlich den heute nicht mehr wegzudenkenden den gläsernen Christbaumschmuck. Da es diesen damals nirgends weiter zu kaufen gab und auch absolut neuartig war, dauerte es auch gar nicht lang und die kleinen Schmuckstücke aus Glas wurden für die Weihnachtsbäume der Welt entdeckt und verkauft. Auch hier war die USA mal wieder ein „Vorreiter“, denn hier erlebten die Glaskugeln ihren absoluten Boom und Zuspruch und verbreiteten sich von da aus in die ganze Welt. Das Örtchen Lauscha ist auch heute noch für den Ursprung und seine tolle Glaskunst weltweit bekannt und berühmt.

In den Jahren1870 bis 1939 wurden ca. 5000 verschiedene Formen aus Glas hergestellt. Irgendwann entstand da wohl auch die berühmte, leider mittlerweile vergessene oder eher unbekannte „Weihnachtsgurke“. Diese, in den USA „The Christmas Pickle“ genannt, ist bis heute ein sehr beliebter Weihnachtsschmuck in den USA. Der deutschen Tradition folgend, ist es in den USA üblich, eine Glas-Gurke vor der Bescherung heimlich in dem Weihnachtsbaum zu verstecken. Es gibt 2 verschiedene Größen, eine große für die Erwachsenen und eine Kleinere für die Kinder. Alle Personen, welche dann zur Bescherung ins Zimmer kommen, suchen dann, allerdings ohne den Weihnachtsbaum zu berühren, gemeinsam nach der Weihnachtsgurke. Derjenige, welcher die „Weihnachtsgurke“ zuerst entdeckt, bekommt ein zusätzliches Geschenk und soll im Neuen Jahr besonders viel Glück haben. Zusätzlich darf der Finder als Erster seine Geschenke auspacken.
Obwohl angeblich aus Deutschland stammend, ist dieser Brauch bei uns weitestgehend unbekannt, in den USA wird der Brauch jedoch seitdem liebevoll gepflegt und von den Eltern an die Kinder weitergegeben.
Egal ob nun Tradition oder nicht, ich finde es ist eine wirklich witzige Idee und bringt garantiert Stimmung und Spaß in jede Weihnachtsfeier.
Ich finde diesen lustigen Brauch auch für Firmenweihnachtsfeiern, die sich ja anfangs oft etwas steif und trocken gestalten, eine gute Idee. Probieren Sies doch einmal aus. Also ich werde mir noch fix eine Weihnachtsgurke besorgen und bin gespannt wie meine Familie reagiert.